Battlefield 1: Zwischen künstlerischer Freiheit und Geschichte

Der neue Shooter Battlefield 1 verwendet den Ersten Weltkrieg als Hintergrund und damit den bis dahin schlimmsten Konflikt der Geschichte. In einem Interview äußert sich der Senior Concept Artist Robert Sammelin dazu, wie die Entwickler die richtige Mischung zwischen Gameplay, künstlerischer Freiheit und dem Respekt vor der realen Geschichte des Ersten Weltkriegs gefunden haben.

Battlefield 1

Laut Robert Sammelin von DICE liegt dem Shooter Battlefield 1 eine umfassende Recherche der wahren Geschichte des Ersten Weltkriegs zugrunde. "Jeder hat vorgefasste Ansichten über den Ersten Weltkrieg, aber wenn man zu suchen beginnt, findet man viele wirklich unerwartete Bereiche des Krieges. Es war eine große Sache für uns, diese vorgefassten Ansichten anzugehen und den Leuten nicht nur die Bereiche zu bieten, die sie erwarten, sondern auch die unerwarteten."

 

Als Beispiele dafür nennt Sammelin die Orte, Waffen, Taktiken und natürlich auch die Behemoths wie den Zeppelin und den Panzerzug. Man habe aufgrund der Fakten nicht so viel erfinden müssen. Grundsätzlich stehe aber immer das Gameplay im Vordergrund, dann suche man, was die Geschichte für die Ideen der Entwickler hergibt, um so nah wie möglich an der Realität zu bleiben. Kompromisse für den Spielspaß gehe man aber ein.

 

Manche Waffen seien erst gegen Ende des Krieges entwickelt worden, weil der Fortschritt in diesen Jahren so enorm war. Trotzdem sind sie im Spiel überall zu finden. Auch die Armeen kämpfen daher nicht immer unbedingt an Orten, wo sie tatsächlich im Einsatz waren. "Die Geschichte mit Respekt zu behandeln und ihr treu zu bleiben, während das Erlebnis trotzdem Spaß machen soll, das war manchmal ziemlich knifflig."

 

DICE habe sich in manchen Bereichen auf den Realismus konzentriert, dabei aber bewusst einen Bogen um das Grauen des Krieges gemacht. "Ich sehe es wie eine Art Fantasy-Fiction, die in der Realität verwurzelt ist", so Sammelin gegenüber VG247. Man müsse viel recherchieren und in manchen Bereichen sehr vorsichtig sein.

 

Quelle: pcgameshardware.de

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